Martin Umbach, Heribert Czerniak, Christian Pätzold, Michael Kessler, Susanne Kindler
1998-01-01
Der Film wirft einen unerbittlichen Blick auf die Berichterstattung über den Libanesenkrieg und lässt uns dabei durch die Augen eines deutschen Journalisten schauen, der seine eigene Moral und die Wahrheit selbst in Frage stellt. Die Darstellung von Klaus Kinski ist intensiv und störend, genau wie die Kriegsreportage selbst. Die raue Darstellung des Konflikts und die moralischen Dilemmata, mit denen die Charaktere konfrontiert sind, haben eine starke Resonanz bei mir gefunden, einem ehemaligen Ermittler, der die Grautöne der Wahrheit kennt. Obwohl es kein Krimi ist, vermittelt es das Gefühl der Unsicherheit und des moralischen Verfalls, das ich in meinen führenden Fällen oft erlebt habe.